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SKEPSIS 32-Festival Krefeld

32. Festival Pontischer Tänze in Krefeld

   

Das 32. Festival in Krefeld würde ich als das Festival kennzeichnen, welches den Wandel des Generationswechsels „fast“ vollzogen hat.

Bezeichnend hierfür das zufällig entstandene Bild.

Man kann es so sehen:

Die erste Generation unserer Eltern, Tanten, Opas und Omas geht und die nächsten Generationen folgt Ihr im gebührenden Abstand.

 

Ja, das Festival hat sich gewandelt.

Bei seinen Anfängen hatte es die Aufbruchsstimmung der Pontos-Griechen in der Immigration wiedergespiegelt.

Es war ein Panigyri (Volksfest) welches alles dies vereinte, was einem Griechen wichtig ist: Geselligkeit, Tradition, Freude, heftige Diskussionen, Feiern, Tanzen und vieles mehr..

Man traf sich auf dem Festival mit seinen engen und fernen Verwanden sowie Freunden und Nachbarn aus der Heimat.

 

Es wurden Grüppchen gebildet und man sang mit „temeters“ (parea) pontische Lieder in Begleitung einer Lyra und natürlich selbstgebrannten Tsipouro.  

Die pontische Küche hat auch nicht gefehlt. Toursi und Pisia waren hier glaube ich die Lieblingsspeisen.

Parallel dazu tanzte die Jugend die pontischen Tänze am Veranstaltungsort.

Eben kunterbunt aber irgendwie doch alle zusammen, wir Griechen lieben das Chaos.

Der Panigyri-Charakter unseres Festivals ist nun fast erloschen.

Liegt es an den strikten Auflagen der Hallenbetreiber, liegt es am Rauchverbot, die Aussenräume sind genauso voll wie der Innenraum, oder liegt es doch am Generationswechsel.

Die Tanzdarbietungen und das Abendprogramm sind westlicher geworden, allein die Tatsache, dass das Festival um 18:45 Uhr punktgenau angefangen hat ist für mich ein Ereignis das festgehalten werden muss. Die Tanzgruppen tanzen professioneller in Begleitung von Sängern, Lyra, Zourna, Ntaoul und anderen Instrumenten. Die Trachten sind bunter und hochwertiger usw.

 

Egal wie es weitergeht, ich werde dabei sein, denn ich bin Pontos-Grieche der 2. Generation in Deutschland und möchte diese kulturelle Identität nicht verlieren sondern erhalten und weitergeben in diesem monotonen amerikanisierten Kulturangebot.

 

Negativ:

  • Sehr schlechter Ton (es Brummt mir noch immer in den Ohren)
  • Manche Vereine halten sich einfach nicht an die vereinbarten Zeiten was auch immer Sie damit bezwecken wollen. Sie schieben sich damit selber in eine Ecke, die genau das Gegenteil davon ist was man erreichen will.

Respekt vor vermeintlich kleineren ist die wahre Größe

 

Super-Positiv:

  • Ich habe gesehen, dass die verschiedenen Vereine miteinander nicht nur getanzt haben, sondern auch zu einer Gruppe zusammen gewachsen sind und sich gemeinsam über das Erreichte unendlich gefreut haben.

 

Das muss der Wunschgedanke der Gründungsväter vom Festival gewesen sein.

 

Ουλ εντάμαν να ίνουμες εναν

 

 

Θέμης

 

Der Artikel ist die Meinung des Verfassers und spiegelt nicht unbedingt den Standpunkt des Kulturvereins der Griechen aus Pontos zu Düsseldorf wieder

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